Vorstellung

Vorstellung: Peter

Meine Vorstellung im adhs-chaoten.net -Forum:

Hallo!
Ich habe das Forum hier über Google gefunden.
Diesen Sommer hatte ich erst selbst den Verdacht auf ADS, dann die Diagnose.
Seit fast 10 Jahren erreiche ich einen Bruchteil von dem was ich mir vornehme. Ab dem 4 Semester bin ich ständig müde und verschlafe die wichtigsten Vorlesungen. Je früher ich ins Bett gehe oder je mehr ich schlafe, je schlimmer ist es. Seit September bekomme ich “Medikinet Adult”. Seit Dienstag noch zusätzlich Valdoxan 25mg.
Das Methylphenidat hilft gegen die Tagesmüdigkeit und beim Arbeiten aber leider nicht beim Aufwachen.
Wenn ich unterwegs bin, bin ich meistens relativ fit, sobald ich nach Hause komme oder bei der Arbeit bin, will ich schlafen und bekomme (Nacken-)Verspannungen wenn ich mich zum lernen/arbeiten zwinge. Wenn ich täglich Sport mache ist es besser. 2 Tage aussetzen fühlt sich an, als wäre ich 2 Wochen zurückgeworfen. Meine Schlafzeit und damit mein Wohlbefinden variiert zwischen 16h und 5h. Meistens jedoch deutlich über 9. Pferdesalbe auf den Nacken, Nasenspülungen, Nasensalbe, Nasenspray, “Tauchen” in der Küchenspüle, Vitamin-Mineral-Tabletten, Pferdesalbe auf den Nacken, Ginseng-Extrakt “Gynsana” hilft ALLES, aber nicht ausreichend.
Jahrelang habe ich häufig Koffeintabletten genommen, nicht nur dass ich wach bleibe, sondern auch dass ich etwa 5h später wieder wach werde. Meine Konzentrationsfähigkeit wurde dabei immer schlechter.

Seit ca. 14 habe ich Heuschnupfen, vorwiegend als brennende Augen. Seit ein paar Jahren huste ich immer im Winter, dieses Jahr durchgängig, es handelt sich wohl um einen asthmatischen Allergiker-Husten. Manchmal meine ich, dass ich auf meiner Kunstledercouch besser schlafe als im Bett. Im Sommer am Mittelmeer aber am Besten draußen im Wind, geweckt, verschwitzt, von der Sonne. Geht leider nur Juni bis Mitte September.

In der Grundschule, 5. und 6. Klasse am Gymnasium werden in der Zeugnisbeurteilung Ablenkbarkeit, schwache Konzentration, Verträumtheit, mangelnde Mothorik, verlangsamtes Anfangen beschrieben. Eingeschult wurde ich mit 7. Die 9. Klasse durfte ich wiederholen, ich hatte ab da sehr viele Fehlstunden und konnte mich nicht motivieren zu lernen oder Hausaufgaben zu machen, das hat sich auch nur unwesentlich geändert. Ab da begann ich auch chronisch zu wenig Zeit zu haben. Das Gymnasium habe ich nach der 10. Klasse (in BaWü : Mittlere Reife) verlassen, eigentlich wollte ich aufs ITG, TG oder WG, geklappt hat aber nur kaufmännisches BK1 dann 2 (Berufskolleg), mit FHR (Note 2,1). Im BK hatte ich wieder bessere Motivation, die Themen waren interessanter und mit 2 Nächten lernen konnte man sich Klausurstoff auch mal kurzfristig “reinballern”. Im Studium wurde pendeln und langfristiges Lernen, die Umstellung von Diplom auf Bachelor, die Tatsache dass die FH keine Nachklausuren, sondern nur die Verschiebung um ein Semester zuließ, das Ausfallen des Bafoegs nach dem 4 Semester, die Studienkreditgebende Bank und deren Forderung der Rückzahlung, sowie meine Müdigkeit und der Druck meiner Eltern zur harten Hürde. Nach 9 Semestern exmatrikulierte ich mich selbst um der Exmatrikulation durch die FH zu entgehen. Ich wechselte an die PFFH Darmstadt in ein Fernstudium. Dafür habe ich bisher fast nichts gemacht. Man hat keine Deadlines, kann sich aber kurzfristigere Ziele stecken als beim Semesterweisen Präsenzstudium.

Gearbeitet habe ich in Praktikas oder als Hiwi, was immer nach 6 Monaten endete oder selbständig als (Sales-)Promotor. Aber ich wollte weiterkommen. PC-Service und Nachhilfe reichen für ein Taschengeld, aber nicht mehr. Eigentlich will ich Programmieren, mir gefällt das Knobeln, Lösungen zu finden, für die meisten “zu blöd” sind. Aber mir fehlt die Ausdauer. Mahnungen oder das Finanzamt bringen mich in Stress wo ich wochenlang Ausnahmezustand habe und eigentlich nichts passiert.

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